Zum Inhalt springen

Was kostet KNX? Die Kosten eines KNX Smart Homes

„Was kostet KNX?“ ist eine der häufigsten Fragen von Bauherren. Die ehrliche Antwort: Das hängt davon ab, was Ihr Haus können soll. Hier erfahren Sie, woraus sich die Kosten zusammensetzen, was einzelne Geräte kosten und wie Sie Ihre eigenen Kosten berechnen.

Von der KnowNX-Redaktion, aktualisiert am

Kurz gesagt

  • Die Kosten setzen sich aus Material, Leitungen und Verteiler, Montage und Programmierung zusammen.
  • Die größten Kostentreiber sind Zahl der Lichtgruppen und Rollläden, Dimmen oder DALI, Touchpanels und Server.
  • Für ein Einfamilienhaus aus der Hausvorlage des KNX-Planers lag das KNX-Material in Beispielrechnungen bei rund 17.000 Euro brutto nach Listenpreis.
  • Montage und Programmierung kommen hinzu. Ihre Materialkosten berechnet der KNX-Planer kostenlos.

Woraus sich die Kosten zusammensetzen

BestandteilWas dazugehört
KNX-MaterialTaster, Sensoren, Aktoren, Systemgeräte, Server
Leitungen und VerteilerBusleitung, Lastleitungen, größerer Verteiler, Dosen
MontageLeitungen verlegen, Verteiler bestücken, Geräte setzen
ProgrammierungETS, Server, Szenen, Zeitpläne, Inbetriebnahme

Was einzelne Geräte kosten

GerätBeispielListenpreis netto
Taster 2fachGira Tastsensor 4 Standard129,25 €
PräsenzmelderBusch-Jaeger Präsenzmelder Mini KNX120,00 €
Schaltaktor 12fachABB, 16 A437,00 €
Jalousieaktor 8fachABB423,00 €
Heizungsaktor 6fachGira Basic186,01 €
Spannungsversorgung 640 mAABB282,00 €
WetterstationGira Wettersensor mit Wetterzentrale696,92 €
Server mit AppGira X11.094,76 €

Laut Gira Katalog 2027–2028, Busch-Jaeger Katalog 2027/28 und ABB Programmübersicht 2026, ohne Wippen, Rahmen und Montage.

Ein Beispiel aus dem KNX-Planer

Für die Hausvorlage „Einfamilienhaus ohne Keller“ mit den vorgeschlagenen Räumen und Funktionen ergab der KNX-Planer in unseren Beispielrechnungen KNX-Material von rund 17.000 Euro brutto nach Listenpreis, je nach Hersteller und Auswahl. Darin enthalten sind Taster, Präsenzmelder, Aktoren, Systemgeräte und Server, nicht aber Leitungen, Verteiler, Montage und Programmierung. Ihr Haus kann deutlich darunter oder darüber liegen.

Die größten Kostentreiber

  • Zahl der Lichtgruppen und Rollläden: Jede braucht einen Aktorkanal und eine eigene Leitung.
  • Dimmen: Ein Dimmkanal kostet deutlich mehr als ein Schaltkanal; bei vielen Leuchten ist DALI oft günstiger.
  • Präsenzmelder: großer Komfortgewinn, aber in jedem Raum ein Gerät.
  • Server, Touchpanels und Fernzugriff: jeweils vierstellige Beträge.
  • Hersteller und Design: Glas- und Edelstahlrahmen kosten mehr als Kunststoff.

Sparen, ohne später zu bereuen

  • Leitungen großzügig verlegen, Geräte schrittweise nachrüsten.
  • Präsenzmelder dort, wo sie wirklich nützen: Flur, WC, Bad, Abstellraum.
  • Große Aktoren statt vieler kleiner, mit Reserve.
  • Auf Funktionen verzichten, die im Alltag niemand nutzt.
Tipp für Bauherren

Berechnen Sie Ihre Materialkosten mit dem kostenlosen KNX-Planer: Hausvorlage wählen, Räume anpassen, Wünsche als Wenn-Dann-Sätze auswählen. Sie sehen sofort, was eine Funktion mehr oder weniger kostet.

Häufige Fragen

Was kostet ein KNX Smart Home?

Das hängt vom Umfang ab. Für ein Einfamilienhaus aus der Hausvorlage des KNX-Planers lag das KNX-Material in Beispielrechnungen bei rund 17.000 Euro brutto nach Listenpreis, ohne Leitungen, Verteiler, Montage und Programmierung.

Was kostet KNX pro Raum?

Ein einfacher Raum mit Taster, Präsenzmelder und einigen Aktorkanälen liegt im dreistelligen Bereich für das Material. Mit Dimmen, Rollläden, Heizung und Sensoren wird es mehr. Der KNX-Planer rechnet das je Raum aus.

Ist KNX teurer als eine normale Elektroinstallation?

Ja, deutlich. Dafür ersetzt KNX viele Einzellösungen, lässt sich ohne neue Leitungen ändern und ist auf Jahrzehnte ausgelegt.

Wie kann ich bei KNX sparen?

Leitungen großzügig verlegen und Geräte schrittweise ergänzen, große Aktoren wählen, Präsenzmelder gezielt einsetzen und auf selten genutzte Funktionen verzichten.

KnowNX-Redaktion KnowNX ist ein unabhängiges Angebot der Enemies of the good GmbH. Die Redaktion erklärt KNX-Gebäudeautomation herstellerneutral für Bauherren, aus der Praxis mit KNX-Anlagen in Wohn- und Bürogebäuden, und hält die Artikel laufend aktuell.

Weiterlesen im KNX-Kompendium