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KNX-Wetterstation: das Wetter als Auslöser für Ihr Haus

Eine Wetterstation macht aus Rollläden, Jalousien und Markisen eine echte Automatik. Sie misst Sonne, Wind, Regen und Temperatur und meldet die Werte an die KNX-Anlage. Hier erfahren Sie, was eine KNX-Wetterstation kann, wo sie hingehört und was sie kostet.

Von der KnowNX-Redaktion, aktualisiert am

Kurz gesagt

  • Eine KNX-Wetterstation misst Helligkeit aus mehreren Himmelsrichtungen, Wind, Niederschlag und Temperatur, je nach Modell auch Dämmerung, Luftfeuchte und Windrichtung.
  • Typische Aufgaben: Beschattung je Fassade nach Sonnenstand, Markise und Jalousien bei Wind einfahren, Dachfenster bei Regen schließen, Außenlicht bei Dämmerung.
  • Montiert wird sie frei an Fassade oder Mast, ohne Schatten und Windschutz durch Gebäudeteile.
  • Laut Katalog kostet bei Gira das Set aus Wettersensor und Wetterzentrale 696,92 Euro netto, die Wetterstation Plus 1.415,19 Euro.

Wozu eine Wetterstation?

Ohne Wetterstation fahren Rollläden nach Uhrzeit. Mit Wetterstation reagieren sie auf das, was draußen wirklich passiert. Nach der Grundregel aus dem Artikel Aktor und Sensor liefert die Wetterstation das Wenn, die Jalousie- und Schaltaktoren liefern das Dann.

  • Wenn die Sonne auf die Südfassade scheint, dann fahren dort die Jalousien in Beschattungsposition, die anderen Fassaden bleiben offen. Wie die Lamellen dabei dem Sonnenstand folgen, erklärt der Artikel ausblickoptimierte Beschattung.
  • Wenn der Wind zu stark wird, dann fahren Markise und Außenjalousien ein, bevor sie Schaden nehmen.
  • Wenn es regnet, dann schließen Dachfenster, die Markise fährt ein und der Mähroboter parkt.
  • Wenn es dämmert, dann geht das Außenlicht an und die Rollläden fahren herunter.
  • Wenn es draußen sehr kalt oder sehr heiß ist, dann passt die Heizung oder Kühlung ihre Strategie an. Wie daraus automatisch Sommer- und Wintermodus werden, zeigt Node-RED und KNX.

Der Windschutz ist dabei eine Sicherheitsfunktion: Außenjalousien und Markisen können bei Sturm beschädigt werden, wenn niemand zu Hause ist.

Was eine KNX-Wetterstation misst

MesswertWofür
Helligkeit aus mehreren RichtungenBeschattung je Fassade, etwa Ost, Süd und West
WindgeschwindigkeitSchutz von Markise, Außenjalousien und Dachfenstern
NiederschlagFenster schließen, Markise einfahren; ein beheizter Sensor erkennt das Ende des Regens schneller
TemperaturFrostschutz, Heizen und Kühlen, Hitzeschutz durch Beschattung
DämmerungAußenlicht und Rollläden am Abend
je nach Modell: Windrichtung, Luftfeuchte, Luftdruck, Globalstrahlung, GPSgenauere Beschattung nach Sonnenstand, Zeit und Ort aus dem GPS

Beispiele aus den Herstellerkatalogen

  • Gira Wettersensor mit Wetterzentrale: Der Sensor misst Helligkeit aus drei Richtungen, Temperatur, Wind und Niederschlag mit integrierter Heizung. Die Wetterzentrale im Verteiler wertet aus und bietet acht Sonnenschutzkanäle für acht Fassaden. Zwischen Sensor und Zentrale sind bis zu 1.000 m Leitung möglich. Listenpreis laut Katalog 696,92 Euro netto.
  • Gira Wetterstation Plus: zusätzlich Windrichtung, Globalstrahlung, Dämmerung, Luftfeuchte, Luftdruck, Helligkeit aus vier Richtungen und GPS für den Montageort. Listenpreis 1.415,19 Euro netto.
  • ABB: Wetterzentrale WZ/S für den Verteiler mit dem Wettersensor Basic, zusammen laut Katalog 1.210 Euro netto.

Für ein Einfamilienhaus mit Beschattung und Markise reicht meist die einfachere Variante. Die größere lohnt sich bei vielen Fassaden, Dachfenstern oder einer Wetteranzeige mit vielen Werten.

Wo die Wetterstation hingehört

  • Frei und hoch: an der Fassade oder auf einem Mast, so dass Sonne, Wind und Regen ungehindert ankommen.
  • Kein Schatten: nicht unter Dachüberständen, nicht hinter Bäumen oder Nachbargebäuden.
  • Kein Windschutz: nicht in Ecken oder Nischen, die den Wind abschirmen.
  • Erreichbar: für die Reinigung des Regensensors sollte der Platz mit einer Leiter erreichbar sein.
  • Leitung im Rohbau: Eine Busleitung und, je nach Modell, eine Leitung für die Versorgung des Sensors müssen zum Montageort führen.
Tipp für Bauherren

Eine Wetterstation reicht für das ganze Haus. Sie lohnt sich schon, wenn Sie eine Markise oder Außenjalousien haben, denn der Windschutz kann teure Schäden verhindern. Der kostenlose KNX-Planer plant die Wetterstation automatisch ein, wenn Ihre Wünsche sie brauchen.

Häufige Fragen

Brauche ich für KNX eine Wetterstation?

Nicht zwingend. Sinnvoll ist sie, sobald Beschattung automatisch nach Sonne laufen soll oder eine Markise und Außenjalousien vor Wind geschützt werden sollen.

Was kostet eine KNX-Wetterstation?

Laut Gira Katalog 2027–2028 kostet das Set aus Wettersensor und Wetterzentrale 696,92 Euro netto, die Wetterstation Plus 1.415,19 Euro. Bei ABB kosten Wetterzentrale und Wettersensor Basic zusammen 1.210 Euro netto.

Wo montiert man eine KNX-Wetterstation?

Frei an der Fassade oder auf einem Mast, ohne Schatten durch Dachüberstände oder Bäume und ohne Windschutz durch Gebäudeecken.

Reicht eine Wetterstation für das ganze Haus?

Ja. Eine Wetterstation mit Helligkeitssensoren für mehrere Richtungen versorgt alle Fassaden. Die Beschattung wird je Fassade getrennt gesteuert.

Kann die Wetterstation das Außenlicht schalten?

Ja, über den Dämmerungswert. Dafür braucht es keinen eigenen Dämmerungsschalter.

KnowNX-Redaktion KnowNX ist ein unabhängiges Angebot der Enemies of the good GmbH. Die Redaktion erklärt KNX-Gebäudeautomation herstellerneutral für Bauherren, aus der Praxis mit KNX-Anlagen in Wohn- und Bürogebäuden, und hält die Artikel laufend aktuell.

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