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KNX-Visualisierung und App: das Haus auf einen Blick

Taster sind für den Alltag, die App für den Überblick: Mit einer Visualisierung sehen Sie, welche Fenster offen sind, wie warm es im Kinderzimmer ist und ob in der Garage noch Licht brennt. Hier erfahren Sie, welche Lösungen es gibt und was sie voraussetzen.

Von der KnowNX-Redaktion, aktualisiert am

Kurz gesagt

  • Eine Visualisierung zeigt und steuert die KNX-Anlage auf Smartphone, Tablet oder einem Bildschirm an der Wand.
  • KNX selbst bringt keine App mit. Dafür braucht es einen Server, etwa einen Gira X1, einen 1Home Server oder Home Assistant.
  • Für den Zugriff von unterwegs kommt ein sicherer Fernzugriff hinzu, über VPN oder ein Fernzugriffsmodul.
  • Gute Visualisierungen sind nach Räumen und Funktionen gegliedert und zeigen den echten Zustand über Statusrückmeldungen.

Was eine Visualisierung kann

  • Bedienen: Licht, Rollläden, Heizung und Szenen in jedem Raum.
  • Überblick: offene Fenster, eingeschaltete Lichter, Temperaturen, Luftqualität.
  • Zeitpläne: Rollläden am Morgen, Heizung am Wochenende, Anwesenheitssimulation im Urlaub.
  • Meldungen: Wasser, Rauch, Wind oder Bewegung während der Abwesenheit.
  • Kameras und Türsprechanlage: Bild der Haustür und Zugriff auf Kameras.
  • Energie: Verbrauch, Photovoltaik und Wallbox im Blick.

Welche Lösungen es gibt

LösungStärkenMehr dazu
Server eines Schalterherstellersfertige App, Einrichtung durch den Fachbetrieb, Logik und Zeitpläne inklusiveGira X1 und S1
1Home Server KNX ProApp, Automatisierungen und Sprachsteuerung über Matter in einem GerätSprachsteuerung
Home Assistantoffen, sehr flexibel, bindet Geräte ohne KNX einKNX und Home Assistant
Touchpanel an der Wandfest installiert, oft mit TürsprechfunktionGira G1

Was eine Visualisierung voraussetzt

  • Einen Server oder eine IP-Schnittstelle im Verteiler, siehe Systemgeräte.
  • Statusrückmeldungen: Die Aktoren müssen ihren Zustand melden, sonst zeigt die App nur, was zuletzt gedrückt wurde.
  • Das ETS-Projekt: Gruppenadressen und Datenpunkttypen sind die Grundlage jeder Visualisierung.
  • Für unterwegs: einen sicheren Fernzugriff, nie offene Ports am Router, siehe KNX Secure und Sicherheit.

Was eine gute Visualisierung ausmacht

  • nach Räumen gegliedert, mit Zentralfunktionen auf der Startseite,
  • wenige, klare Symbole statt jeder einzelnen Gruppenadresse,
  • Meldungen, die auffallen, aber nicht nerven,
  • für alle Bewohner verständlich, nicht nur für den Technikfan.
Tipp für Bauherren

Die App ergänzt die Taster, sie ersetzt sie nicht. Alles Wichtige muss auch ohne Handy funktionieren. Der kostenlose KNX-Planer plant mit der Frage „Steuerung per App“ den Server ein, mit „Bildschirm an der Wand“ ein Touchpanel.

Häufige Fragen

Gibt es eine App für KNX?

KNX selbst bringt keine App mit. Apps gibt es zu Servern wie dem Gira X1, dem 1Home Server oder Home Assistant, die an die KNX-Anlage angeschlossen werden.

Was braucht man für eine KNX-Visualisierung?

Einen Server oder eine IP-Schnittstelle, Aktoren mit Statusrückmeldung, das ETS-Projekt und für unterwegs einen sicheren Fernzugriff.

Kann ich KNX von unterwegs steuern?

Ja, über einen sicheren Fernzugriff per VPN oder Fernzugriffsmodul. Offene Ports am Router sollten vermieden werden.

Ersetzt die App die Taster?

Nein. Die App ist für den Überblick und für seltene Funktionen. Alltägliches gehört auf Taster und in Automatiken.

KnowNX-Redaktion KnowNX ist ein unabhängiges Angebot der Enemies of the good GmbH. Die Redaktion erklärt KNX-Gebäudeautomation herstellerneutral für Bauherren, aus der Praxis mit KNX-Anlagen in Wohn- und Bürogebäuden, und hält die Artikel laufend aktuell.

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