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KNX-Schema für das Einfamilienhaus: so ist die Anlage aufgebaut

Ein KNX-Schema zeigt, wie Taster, Sensoren, Aktoren und Verteiler zusammenhängen. Wer es einmal verstanden hat, liest jeden KNX-Plan. Hier sehen Sie den Aufbau eines typischen Einfamilienhauses, ein Beispiel mit echten Zahlen aus dem KNX-Planer und die Unterlagen, die zu einer guten Planung gehören.

Von der KnowNX-Redaktion, aktualisiert am

Kurz gesagt

  • Ein KNX-Haus hat zwei Netze: die Busleitung zu allen Tastern, Sensoren und Aktoren und die Lastleitungen mit 230 Volt sternförmig vom Verteiler zu jedem Verbraucher.
  • Im Hauptverteiler sitzen Spannungsversorgung, IP-Schnittstelle und die Aktoren für Licht und Rollläden, die Heizungsaktoren oft am Heizkreisverteiler der Etage.
  • Beispiel aus dem KNX-Planer: ein Einfamilienhaus mit 20 Räumen braucht in der Grundausstattung 22 Taster, 23 Schaltkanäle, 9 Dimmkanäle, zwei Jalousieaktoren und drei Heizungsaktoren.
  • Zu einer guten Planung gehören Prinzipschema, Verteilerplan, Gruppenadressenliste und Geräteliste.

Das Prinzip: zwei Netze

Im herkömmlichen Haus führt die Leitung von der Sicherung über den Lichtschalter zur Lampe. Im KNX-Haus gibt es zwei getrennte Netze. Die Busleitung verbindet alle KNX-Geräte, sie führt Nachrichten und Kleinspannung. Die Lastleitungen mit 230 Volt führen vom Aktor im Verteiler direkt zum Verbraucher, für jede Lichtgruppe, jede schaltbare Steckdose und jeden Rollladen eine eigene. Mehr zum Zusammenspiel im Artikel Aktor und Sensor.

Prinzipschema einer KNX-Anlage im Einfamilienhaus Links der Hauptverteiler mit Spannungsversorgung, IP-Schnittstelle und Aktoren. Von dort führt die grüne Busleitung zu den Räumen im Erdgeschoss und Obergeschoss und zum Heizkreisverteiler jeder Etage. Die Lastleitungen mit 230 Volt führen vom Verteiler sternförmig zu Leuchten, Steckdosen und Rollläden. Hauptverteiler Spannungsversorgung IP-Schnittstelle Schaltaktoren Dimmaktoren Jalousieaktoren Binäreingänge Taster EG Taster OG Heizkreis- verteiler EG Heizkreis- verteiler OG Busleitung Lastleitungen 230 V Leuchten Steckdosen Rollläden Grün: Busleitung. Grau: Lastleitungen 230 V, je Verbraucher eine eigene Leitung.
Das Prinzip jedes KNX-Hauses: Die Busleitung verbindet alle KNX-Geräte, die Lastleitungen führen sternförmig vom Verteiler zu den Verbrauchern.

Was wohin gehört

OrtGeräte
Hauptverteiler, meist im Keller oder HauswirtschaftsraumSpannungsversorgung, IP-Schnittstelle, Schaltaktoren, Dimmaktoren oder DALI-Gateways, Jalousieaktoren, Binäreingänge, Server
Heizkreisverteiler je EtageHeizungsaktoren und Stellantriebe der Fußbodenheizung
Unterverteiler je Etage, optionalAktoren für die Etage, wenn der Hauptverteiler zu klein wird oder die Wege lang sind
RäumeTaster, Raumtemperaturregler, Präsenzmelder, Sensoren
AußenWetterstation, Bewegungsmelder, Taster am Eingang

Beispiel aus dem KNX-Planer

Für die Hausvorlage „Einfamilienhaus ohne Keller“ mit 20 Räumen und der Grundausstattung aus Lichtgruppen, Rollläden und Fußbodenheizung, also noch ohne die Funktionen aus Schritt 2, ergibt der Planer mit Gira als Hersteller:

OrtGeräte laut Planer
Räume22 Taster, davon 13 mit Raumtemperaturregler; 14 Stellantriebe an den Heizkreisen
HauptverteilerSchaltaktoren 16fach und 12fach für 23 benötigte Kanäle, drei Dimmaktoren 4fach für 9 Kanäle, zwei Jalousieaktoren 8fach, Spannungsversorgung, IP-Schnittstelle
Heizkreisverteiler Erdgeschosszwei Heizungsaktoren 6fach für 9 Kanäle
Heizkreisverteiler Obergeschossein Heizungsaktor 6fach für 5 Kanäle

Mit Präsenzmeldern, Wetterstation, Fensterkontakten oder Server kommen weitere Geräte hinzu. Ihr eigenes Haus rechnen Sie im KNX-Planer.

Welche Pläne zu einer guten KNX-Planung gehören

  • Prinzipschema: wie oben, mit Linien, Verteilern und Geräten.
  • Installationsplan je Geschoss: Grundriss mit Positionen von Tastern, Sensoren, Leuchten, Steckdosen und Leitungswegen.
  • Verteilerplan: Belegung jeder Hutschiene mit Geräten und Teilungseinheiten, mit Reserve.
  • Klemmenplan: welche Lastleitung an welchem Aktorkanal hängt.
  • Gruppenadressenliste: alle Funktionen mit Gruppenadressen und Datenpunkttypen, am Ende im ETS-Projekt.
  • Geräteliste: alle Geräte mit Mengen und Kosten.
Tipp für Bauherren

Lassen Sie sich Verteilerplan, Klemmenplan und Gruppenadressenliste zusammen mit der ETS-Projektdatei übergeben. Mit diesen Unterlagen kann jeder Fachbetrieb die Anlage später verstehen und erweitern. Die Geräteliste als Grundlage liefert der kostenlose KNX-Planer.

Häufige Fragen

Wie sieht ein KNX-Schema aus?

Es zeigt den Hauptverteiler mit Systemgeräten und Aktoren, die Busleitung zu allen Tastern, Sensoren und Heizkreisverteilern und die Lastleitungen, die sternförmig vom Verteiler zu den Verbrauchern führen.

Wie viele KNX-Geräte braucht ein Einfamilienhaus?

Im Beispiel des KNX-Planers mit 20 Räumen sind es in der Grundausstattung 22 Taster, Aktoren für 23 Schaltkanäle, 9 Dimmkanäle, zwei Jalousieaktoren und drei Heizungsaktoren. Mit Zusatzfunktionen kommen weitere Geräte hinzu.

Wo sitzen die KNX-Aktoren?

Im Hauptverteiler, bei Fußbodenheizung die Heizungsaktoren oft am Heizkreisverteiler der Etage, bei großen Häusern teilweise in Unterverteilern.

Welche Unterlagen gehören zu einer KNX-Anlage?

Prinzipschema, Installationspläne, Verteiler- und Klemmenplan, Gruppenadressenliste und die ETS-Projektdatei.

KnowNX-Redaktion KnowNX ist ein unabhängiges Angebot der Enemies of the good GmbH. Die Redaktion erklärt KNX-Gebäudeautomation herstellerneutral für Bauherren, aus der Praxis mit KNX-Anlagen in Wohn- und Bürogebäuden, und hält die Artikel laufend aktuell.

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